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Bild  (+) Aecht Schlenkerla Eiche Doppelbock
Bild  (+) Aecht Schlenkerla Eiche Doppelbock
Note

2,00

(Schulnotenskala, 1-6)
Datum

(zuletzt verkostet)

Biersorte
Rauchbier, Variante: Doppelbock, dunkel

Alkoholgehalt
8,0 %

Herkunft
Bamberg, Oberfranken

Brauerei (i.d.R. die Gebinde-Aufschrift)
Schlenkerla "Heller-Bräu" Trum KG, D-96049 Bamberg

Netzadresse der Brauerei (oder Infoseite)
http://www.schlenkerla.de/

Einzelwertungen unserer Verkoster
TR: 2

Kommentar
Bernsteinfarben bis rotbraun, klar. Schaumkrone feinporig-cremig und beige; ist klein und verschwindet schon bald. Intensiver Räuchergeruch, die Eiche ist jedoch feiner, als die sonst bei der Brauerei übliche Buche. Der Räucherfisch bleibt bei der Eiche aus. Erinnert an sehr guten Räucherschinken, dazu nussiger Käsegeruch, Malz und Holz. Im Antrunk vollmundig-malzig, weich und ausgewogen, nicht zu schwer für 8 Prozent Alkohol, brotiges Gerstenmalz und mildes aber präsentes Karamell. Es schwingt eine kraftvolle Malzsüße mit. Auch im Geschmack taucht das Rauchmalz auf, geprägt vom Eichenholz. Im Abgang hopfig, leicht alkoholisch und moderat malzbitter. Der Hopfen gewinnt den Malz-Hopfen-Zweikampf am Ende.

Die Brauerei liefert viele Informationen zu Eichenholz und dessen Vorzüge im Rauchierbrauwesen: "Das Malz wird in der Schlenkerla Mälzerei - nicht wie sonst bei Rauchmalz üblich mit Buche - sondern mit edelstem Eichenholz getrocknet. [...] Das resultierende Eichenrauchmalz hat ein weicheres und vielschichtigeres Raucharoma als das würzige und intensive Buchenrauchmalz. Die so entstehende komplexe Rauchnote in „Aecht Schlenkerla Eiche“ wird ergänzt durch die vielfältige Bittere feinsten Aromahopfens aus der Hallertau. Bernsteinfarben und mit 8% Alkohol reift es mehrere Monate in den tiefen Brauerei-Kellern unter dem Stephansberg zu einem ganz besonderen Genuß für Rauchbierliebhaber zur Weihnachtszeit.

Seit alters her wird in Europa bei der Feuertrocknung von Lebensmitteln – wie zum Beispiel beim Malz für „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ - vorwiegend Buchenholz als Brennstoff eingesetzt. Die Buche war und ist in den deutschen Wäldern reichlich vorhanden, hat einen hohen Heizwert und erzeugt ein angenehm intensives Raucharoma. Eiche dagegen, [...], wurde selten als Brennholz eingesetzt. Anders als Buche ist Eiche nämlich extrem witterungsbeständig und schädlingsresistent, und somit ein wertvolles Bauholz. Neben Fachwerkhäusern wurden früher vor allem Schiffe aus Eichenholz gefertigt. Ihre Früchte, die Eicheln, waren zudem wichtiges Viehfutter und in Notzeiten auch für die Ernährung der Menschen unabdingbar. [...]"