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Monatsbiere 2011
Startseite > Bier des Monats > Monatsbiere 2011


Dezember 2011:   Pinkus Original Alt
Herkunft: Westfalen Wertung: 2,25 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Der Untertitel "Münstersch Alt" deutet an, daß es sich hierbei nicht um das gewohnte Altbier vom Niederrhein handelt, sondern um ein obergäriges Bier nach alter Münsteraner Brauweise. Die Farbe ist daher auch nicht rotbraun, sondern gelb. Ganz leicht trüb - offensichtlich sanft gefiltert. Geschmack: malzaromatisch, kernig, sehr natürliches und facettenreiches Malzaroma, hintergründig süßlich, herrlich malzfruchtig. Ein herzhaftes Helles mit rustikalem Charakter, sehr gut trinkbar. Pinkus Original Alt ist, wie alle Biere von Pinkus Müller, ein Ökobier, denn es werden ausschließlich kontrolliert biologische Rohstoffe in der Produktion verwendet.

Die Anfänge der Familienbrauerei Pinkus Müller liegen im Jahr 1816. Die Website der Brauerei verrät: "Von den 150 Altbierbrauereien, die es einmal in Münster gab, ist eine einzige übriggeblieben: Pinkus Müller. Heute werden bei Pinkus 20.000 Hektoliter pro Jahr produziert, davon 80 % in Flaschenabfüllung."

Pinkus Original Alt (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Pinkus Original Alt


November 2011:   Specht Spezial
Herkunft: Erzgebirge Wertung: 2,25 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Der "Spezial-Specht" zeigt ein leuchtend helles Gelb, ist blank gefiltert. Sein Schaum ist weiß, teilweise feinporig, teilweise grobporig. Hopfiger Geruch. Im Antrunk malzig und süffig-süßlich. Das Bier hat Einiges mit fränkischen Hellen gemeinsam - kein klassisches Export. Sehr frisch, ein Hauch Weißbrotgeschmack, nicht schwerfällig. Der Abgang wurde angenehm kräuterhaft gehopft, sehr grasig - schön aromatisch. Unter dem Strich ist Specht Spezial ein tolles Helles nach sächsischer Interpretation und schönem Aromahopfen. Der einzige Kritikpunkt für uns: Einige Facetten des Bieres sollten noch feiner herausgearbeitet werden.

Der Hersteller, die Privatbrauerei Specht, befindet sich im sächsischen Ehrenfriedersdorf (Erzgebirge). Im Jahre 1844 wurde die Brauerei als Genossenschaftsbetrieb gegründet, wodurch sie Bürgern verschiedener Gruppen gehörte. Die Chronik der Brauerei berichtet auch von einem möglichen Verkauf des Unternehmens an Wernesgrün in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Als die Genossenschaftsbrauerei 1954 Konkurs anmeldete, kaufte Gustav Specht diese und führte sie mit seinem Sohn Gerd Specht bis 1978 weiter. Von da an leitete der Sohn Gerd die Brauerei allein. Erfreulicherweise überstand die Brauerei die DDR-Zeit als privates Unternehmen. Jedoch mußte man sich ab 1990 wieder den marktwirtschaftlichen Gesetzen unterwerfen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wurde in den folgenden Jahren Stück für Stück Elemente der Brauerei erneuert, von der Etikettenmaschine bis zur komplett neuen Sudhausausstattung. Seit 1994 ist auch der Sohn von Gerd Specht, Axel Specht, als Diplom-Braumeister im Betieb tätig. Nach den Angaben auf der Website der Brauerei werden derzeit mit 7 Beschäftigten etwa 9.000 hl Bier im Jahr hergestellt. Die sechs verschiedenen Sorten Pilsner, Landbier, Export, Spezial, Bockbier und Schwarzbier trugen dazu bei, dass der Ausstoß in letzter Zeit jedes Jahr gesteigert werden konnte.

Specht Spezial (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Specht Spezial


Oktober 2011:   Wieninger Hefe Weißbier Dunkel
Herkunft: Oberbayern Wertung: 2,25 * Vol.-% Alk.: 5,2 Website der Brauerei

Wieninger Hefe Weißbier Dunkel präsentiert sich braun mit gelbgoldenen Tönen und milchig-trüb. Sein Schaum ist von feinporig-cremiger Konsistenz und in der Farbe weiß bis hellbeige. Im Antrunk ist es nur leicht malzig, allerdings ordentlich hefig. Neben dem typischen Weizenmalzgeschmack zeigt sich dieses Bier leicht röstig und fruchtig in Richtung Walnuß und Haselnuß, auch etwas Zimt und Nelke sind zu vernehmen. Der Abgang erscheint zart malzfruchtig. Wieninger Hefe Weißbier Dunkel ist ein gut abgerundetes Dunkelweißbier mit ansprechenden Aromen. Es reicht jedoch nicht ganz an die Spitzengruppe des Bierstils heran.

Die Privatbrauerei M.C. Wieninger GmbH & Co. KG befindet sich im oberbayerischen Teisendorf im Berchtesgadener Land. Mit circa 100.000 Hektoliter Jahresausstoß gehört die Brauerei zu den größeren mittelständischen Betrieben. Die Geschichte der Brauerei läßt sich bis etwa 1600 zurückdatieren, als die Famile Schaidinger ein Brauhaus in Teisendorf betrieb. Fortwährende Streitigkeiten zwischen den Schaidingers und dem Fürsterzbistum Salzburg, unter anderem wegen zu geringer Steuerzahlungen, führten 1666 dazu, daß der Salzburger Fürsterzbischof Guidobald Graf zu Thun die Brauerei aufkaufte. Philipp Wieninger, der aus dem Bayerischen Wald stammte, erwarb die Brauerei im Jahr 1813 im Zuge der Säkularisation. Seitdem befindet sich die Brauerei über viele Generationen hinweg im Besitz der Familie Wieninger.

Wieninger Hefe Weibier Dunkel (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Wieninger Hefe Weißbier Dunkel


September 2011:   Hasseröder Schwarz
Herkunft: Harz Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Hasseröder Schwarz ist eine Neuheit dieses Monats, Verkaufsstart war am 1. September. Die Brauerei bietet es als Saisonbier zunächst für sechs Monate an. Anscheinend muß es sich noch neben seinem Pilsbruder bewähren, daß immerhin zu den fünf verkaufsstärksten Pilsmarken in Deutschland zählt.

Im Glas zeigt Hasseröder Schwarz wie erwartet eine schwarze Farbe mit einem braunem Schimmer, bedeckt von feinporigem Schaum mit beige-bräunlichem Stich. Erfreulich ist auch sein Geschmack: Malziger Antrunk, nicht zu schlank, weiches gaumenschmeichelndes Malz, sehr gutes und feines Röstmalz, auch Kaffee, subtile Malzsüße. Im Nachtrunk gut und knackig gehopft. Sehr ordentliches Schwarzbier nach ostdeutscher Tradition.

Die Geschichte der Brauerei begann 1872 im Wernigeröder Stadtteil Hasserode, in der damals der Stammbetrieb "Zum Auerhahn" gegründet wurde. Im Jahr 1896 lag der Ausstoß bereits bei beachtlichen 25.000 Hektoliter. Im gleichen Jahr wurde die Brauerei in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach der Wende 1989/90 wurde die Hasseröder Brauerei von der Gilde Brauerei aus Hannover übernommen und stark ausgebaut. So erfolgte 1996/97 der Umzug in eine neue Brauerei vor den Toren der Stadt Wernigerode; der Stammbetrieb in Hasserode wurde später abgerissen. In den 1990er Jahren entwickelte sich das Pils der Brauerei zur Nummer 1 im Osten Deutschlands, Ende der 2000er Jahre war es auch bundesweit nicht mehr aus der Reihe der fünf wichtigsten Pilsmarken wegzudenken. Nach einer Reihe von Aufkäufen und Fusionen des Mutterunternehmens gehört die Hasseröder Brauerei heute zu Anheuser-Busch InBev, der nach Absatzvolumen größten Brauereigruppe der Welt.

Hasseröder Schwarz (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Hasseröder Schwarz


August 2011:   De Dolle Brouwers Oerbier Special Reserva
Herkunft: Flandern Wertung: 1,00 * Vol.-% Alk.: 13,0 Website der Brauerei

'Oerbier Special Reserva' ist ein rotbraunes, mitteltrübes Bier. Der Schaum in hellem Beige hält minutenlang; er hat nur am Anfang, direkt nach dem Einschenken, arge Probleme sich zu behaupten, denn das Temperament der Kohlensäure ist sektähnlich. Im Antrunk malzig und gar nicht so vollmundig wie erwartet — es geht hier immerhin um 13 Umdrehungen! Angenehm hefig und betont säuerlich, dabei jedoch in perfekter Harmonie mit den restlichen Aromen, nirgends belastend oder beißend. Apfel, Wein, Trockenfrüchte und Kakao wechseln sich ab. Daneben fruchtige Süße, Vanille, Cola und Röstmalz. Immer wieder frische Fruchtigkeit, alles andere als schwerfällig. Im Abgang ähnlich wie ein trockener Rotwein, glücklicherweise auch in der Wahrnehmung des Alkohols; dieser ist für ein Starkbier dieser Kategorie hervorragend gut unterdrückt. Fazit: Ganz weit oben. Die Stärken dieses Bieres sind die hervorragend ausgewogene Komplexität und der unkonventionell hohe Säuregehalt bei kaum spürbarem wahren Alkoholgehalt.

'Oerbier Special Reserva' gehört zu den weltbesten und stärksten belgischen Ales nach der Bestenliste auf dem Biertestportal RateBeer.com. Es reift in Eichenfässern. Unser Testexemplar wurde 2009 eingebraut und im Februar 2010 abgefüllt. Die einzelnen Jahrgänge unterscheiden sich jedoch nur marginal.

De Dolle Brouwers, zu deutsch "Die verrückten Brauer", aus dem westflandrischen Esen gehören zu den besten Brauern in Belgien. Die Geschichte der heutigen Brauerei in Esen in Westflandern begann im Jahr 1980. Bereits im ersten Jahr wurde das 'Oerbier' gebraut, das etwas leichtere (ca. 9 Vol.-% Alkohol) Basisbier des 'Oerbier Special Reserva'. Das Wort 'Oerbier' bedeutet soviel originales, ursprüngliches Bier. Die gesamte Jahresleistung von De Dolle Brouwers liegt bei etwa 1.000 hl.

De Dolle Brouwers Oerbier Special Reserva (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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De Dolle Brouwers Oerbier Special Reserva


Juli 2011:   Schwarzbräu Schweden Pils
Herkunft: Bayerisch-Schwaben Wertung: 2,25 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Das Schweden Pils von Schwarzbräu (Zusmarshausen, Landkreis Augsburg) gibt es nur in der kleinen 0,33l-Steinieflasche. Es zeigt sich im Glas hellgelb, gefiltert und ausgestattet mit einer feinporigen, kleinen Schaumkrone. Grasiger Geruch. Schlanker bis leicht malziger Antrunk. Viel Getreidegeschmack, sehr hintergründige Malzfruchtigkeit - beides stört kein bißchen im Pilsgefüge. Im Abgang grasiger und herber Hopfen - angenehm kantig. Das Bier enthält Hopfen aus der Hallertau und Tettnang.

Etikettgeschichte: "Im Mai 1648 stürmten die siegreichen Schweden nach der Schlacht vor Zusmarshausen den Braukeller der Brauerei. Dieses Ereignis verdankt das Schweden Pils von Schwarzbräu seinen Namen."

Die Schlacht bei Zusmarshausen gilt als das letzte Gefecht des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648) auf deutschem Boden, nur kurze Zeit vor Schließung des Westfälischen Friedens. Die von den ausgezehrten Schweden nach der Schlacht gestürmte Brauerei "Zum Grünen Baum" gilt als Vorgängerbetrieb der heutigen Schwarzbräu. Gasthaus und Brauerei kamen jedoch erst Jahrhunderte später, im Jahr 1871, in den Besitz der Familie Schwarz. Im Jahr 1927 übernimmt Konrad Schwarz senior, Großvater der heutigen Inhaber, das Anwesen und konzentriert sich vollständig auf das Brauen von Bier. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Schwarzbräu von US-amerikanischen Soldaten besetzt und vorübergehend zur Militärbrauerei zur Versorgung der amerikanischen Truppen erklärt.

Schwarzbräu Schweden Pils (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Schwarzbräu Schweden Pils


Juni 2011:   Schaumburger Landbier
Herkunft: Niedersachsen Wertung: 2,25 * Vol.-% Alk.: 4,8 Website der Brauerei

Das Schaumburger Landbier schaut bernsteinfarben bis rotbraun und klar aus. Ein feinporiger, gelblicher Schaum bedeckt es. Ein röstiger Kakaogeruch verströmt über Glas und Flasche. Im Antrunk malzig, geht es leicht fruchtaromatisch wie Trockenpflaume weiter, dazu etwas Karamell, Schokolade und Kakao sowie Röstmalz – insgesamt gut ausgewogen. Ein leicht malzbitterer Abgang mit nur leichter Hopfung bestätigt den guten Eindruck des Bieres. Unter dem Strich ist das Schaumburger Landbier schön herzhaft und würzig-aromatisch.

Das Motiv auf dem Vorderetikett unseres Testexemplars aus dem Jahr 2011 zeigt die Schaumburg, einer Höhenburg im Wesergebirge 12 Kilometer östlich dem Stadtzentrum von Rinteln gelegen. Die Burg wurde im Jahr 1907 von Kaiser Wilhelm II. an den Fürsten von Schaumburg-Lippe verschenkt und gehört noch heute dessen Familie. Die Schaumburger Privat-Brauerei befindet sich allerdings nicht in der Schaumburg, sondern im nahe gelegenen Stadthagen. Der Betrieb wurde 1873 gegründet und ist heute die einzig verbliebene Brauerei der Stadt.

Schaumburger Landbier (Etikettausschnitt) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Schaumburger Landbier


Mai 2011:   Obolon Premium
Herkunft: Ukraine Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Die Zutatenliste "Wasser, Gerstenmalz, Reisgrütze, Hopfen" steht für sich selbst. Trotz nicht befolgten Reinheitsgebotes erscheint dieser ukrainische Exportschlager ausgewogen und qualitativ hochwertig. Verkostungsnotiz: Helles Gelb, blank. Weißer, stabiler Schaum. Mild-malziger Antrunk, souveränes Gerstenmalz, die Reisgrütze tritt (zum Glück?) kaum in Erscheinung. Nicht dünn, sondern süffig, höchstens unterschwellige Süße, ausgewogen. Abgang gut gehopft, einen Tick zu metallisch. Unter dem Strich ist Obolon Premium ein sehr ordentlich gemachtes, grundsolides Lagerbier internationaler Prägung.

Die Brauerei wurde 1980 unter Mitwirkung tschechoslowakischer Techniker im Kiewer Stadtbezirk Obolon erbaut. Im Jahr 1986 bekam die Brauerei dem Rechnung tragend den noch heute verwendeten Namen Obolon (vorher "Kiewer Brauerei Nummer 3"). Im Zuge der politischen Wende auf dem Gebiet der Sowjetunion wurde die Ukraine unabhängig und Obolon das erste privatisierte Unternehmen des Landes. Obolon betreibt mehrere Niederlassungen in der Ukraine (~ 7.000 Mitarbeiter), der Standort in Kiew ist jedoch der nach Kapazität größte Brauereibetrieb in der Ukraine und beschäftigt 3.500 Mitarbeiter. Circa ein Drittel des Biermarktes in der Ukraine gehört Obolon. Zudem steuert das Unternehmen etwa 80 Prozent zu den gesamten Bierexporten des Landes bei, das meiste davon geht nach Rußland.

Obolon Premium (Etikettausschnitt) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Obolon Premium


April 2011:   Jacob Altbayerisch Hell
Herkunft: Oberpfalz Wertung: 1,75 * Vol.-% Alk.: 4,9 Website der Brauerei

Jacob Altbayerisch Hell ist hellgelb in der Farbe und wird von einer feinporigen Schaumkrone bedeckt. Im Antrunk malzig, getreidig, malzsüßlich, und schon bald betont grasig. Es ist gut ausgewogen und süffig. Zum Ende hin wird das Hellbier würzig und hopfenaromatisch, aber kaum herb. Fazit: Ein klassisch bayerisches Helles im besten Sinne.

Das Bier wird in der Familienbrauerei Jacob im oberpfälzischen Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf) hergestellt. Die Brauerei rühmt sich vor allem Ihrer Weißbiere und Weizenböcke, kann aber auch prima untergärige Biere herstellen wie unser Bier des Monats diesmal beweist. Zur Geschichte: Ein Vorgängerbetrieb der Brauerei nahm im Jahr 1758 seine Produktion auf. 1884 übernahm Johann Baptist Jacob, der Urgroßvater des heutigen Inhabers Marcus Jacob, die Brauerei. Heute gehören zum Betrieb auch ein Gasthof und ein Hotel. Das Aushängeschild der Brauerei ist das helle Weißbier, das von 1994 bis heute (2011) 17 Mal in Folge mit der DLG-Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Jacob Altbayerisch Hell (Ausschnitt aus dem Etikett) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Jacob Altbayerisch Hell


März 2011:   Apoldaer Tradition
Herkunft: Thüringen Wertung: 1,75 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Apoldaer Tradition zeigt eine rotbraune Farbe und ist trüb (naturbelassen). Sein Schaum ist beige, mit anfangs großem Volumen. Ein kräftig malziger Antrunk, gefolgt von stark fruchtaromatischen Einlagen von Kirsche und Pflaume sowie Süße und Röstmalz kennzeichnen dieses Bier. Durch und durch kraftvoll, erinnert es an dunkle Märzenbiere. Im milden, fast wäßrigen Abgang merkt man dann aber, dass es keines ist. Nicht alkoholisch im Abschluß.

Die heutige Vereinsbrauerei Apolda entstand am 1. Oktober 1887 bei der Vereinigung der Braustätten Karl Kürschner & Co." mit dem Brauunternehmen Gebr. Bohring" zur Vereinsbrauerei Apolda AG". In DDR-Zeiten gehörte die Brauerei ab 1969 dem VEB Getränkekombinat Erfurt" an. Nach der Wende und entsprechender Privatisierung konnten im Jahr 2002 erstmals 100.000 Hektoliter Bier verkauft werden.

Apoldaer Tradition (Etikettausschnitt) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Apoldaer Tradition


Februar 2011:   BrewDog Paradox Smokehead
Herkunft: Schottland Wertung: 1,50 * Vol.-% Alk.: 10,0 Website der Brauerei

Ein Imperial Stout aus dem Hause BrewDog, das in Fässern gelagert wird, in denen sich üblicherweise "Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky" befindet. Aus der Flasche strömt dementsprechend nach dem Öffnen ein anspruchsvoller, holzig-harziger Teergeruch, den man von gutem Whisky kennt. Im Glas zeigt sich ein pechschwarzes Bier mit schwer erkennbarem roten Schimmer. Hellbrauner Schaum mit einer Tönung in Richtung Espressoschaum. Im Antrunk malzig, Mundgefühl weniger ölig, als bei US-amerikanischen Imperial Stouts. Ein Bier, das von seinem unglaublich intensiven Geruch lebt: Im Verlauf drängt sich immer stärker ein Räucherfisch- und Räucherschinkenaroma auf - erstklassig. Außerdem Geschmack von gebranntem Röstmalz und Torf, kaum süßlich, aber etwas Vanille. Abgang stark bitter, trocken, erträglich alkoholisch, noch einmal richtig holzig-whisky-aromatisch. BrewDog Paradox Smokehead ist ein unglaubliches Bier. Wer guten Whisky mag, wird dieses Bier lieben.

Die noch junge Brauerei BrewDog befindet sich in der Stadt Fraserburgh im äußersten Osten des schottischen Aberdeenshire. Die Gründung der Brauerei erfolgte im Jahr 2006 durch die beiden Freunde James Watt und Martin Dickie, das erste Bier wurde im April 2007 gebraut. Seitdem hat die Brauerei einen beachtlichen Aufstieg in der Gunst von Bierliebhabern weltweit erlebt, pro Monat werden weit über 100.000 Flaschen abgefüllt. Markenzeichen der Brauerei sind charakterstarke, kräftig aromatische, teilweise hoch-experimentelle Biere. Ziel ist es, einen Gegenpol zu den etablierten Ales und Lagerbieren aus industrieller Produktion zu bilden. Heute ist BrewDog die größte unabhängige Brauerei Schottlands.

Für viel Aufsehen auch außerhalb der Fachwelt sorgt BrewDog mit dem Wettkampf um die Herstellung des stärksten Bieres der Welt. Mit "Sink The Bismarck" (41 Vol.-% Alkohol) konnte BrewDog den deutschen Konkurrenten Schorschbräu erneut übertrumpfen. Im Juli 2010 legte BrewDog mit dem 55-prozentigen "The End of History" nochmals nach, das zusätzlich auch das teuerste Bier der Welt sein soll (je £500 und £700) und in ausgestopften Kleintieren verkauft wurde (Auflage 12 Flaschen).

BrewDog Paradox Smokehead (Etikettausschnitt) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photographiert)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
BrewDog Paradox Smokehead


Januar 2011:   Landwehr-Bräu Pilsner
Herkunft: Mittelfranken Wertung: 1,50 * Vol.-% Alk.: 4,9 Website der Brauerei

'Landwehr-Bräu Pilsner' zeigt ein helles Gelb und ist gut gefiltert. Der Schaum ist in Ordnung, aber eher kleinvolumig. Der Einstieg gestaltet sich leicht malzig, mit einem sehr breitgefächerten Malz einschließlich schönem Getreidegeschmack sowie unterschwelliger Malzfruchtigkeit. Das Malz ist zwar bemerkenswert aromatisch für ein Pilsener, aber auch leicht und elegant genug, um zu dieser Bierkategorie zu passen. Der Abgang besitzt einen ebenfalls intensiven, aromatischen Hopfen, der eine angenehm süßliche Würze entwickelt. Nicht besonders herb. Fazit: Ein leichtfüßiges Pils(e)ner mit ausgeklügelter Aromawelt in Antrunk wie Abgang.

Die Landwehr-Bräu befindet sich im mittelfränkischen Reichelshofen unweit der Stadt Rothenburg ob der Tauber. Die Geschichte der Brauerei geht bis ins Jahr 1755 zurück, seit 1913 befindet sie sich im Besitz der Familie Wörner. Heute gehört Landwehr-Bräu zu den bekanntesten Brauereigasthöfen in Bayern.

Landwehr-Bräu Pilsner (Ausschnitt aus dem Etikett) <-- Teil des Flaschenetiketts
(Quelle: selbst photograph.)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Landwehr-Bräu Pilsner

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